1. Kunstsymposium Lugau

1. Kunstsymposium in Lugau

Lugau – vom Kohlerevier zur lebendigen Kleinstadt

Die Stadt Lugau entwickelte sich seit dem 12. Jahrhundert von einem kleinen Dorf mit ca. 20 Bauerngütern zur Industriestadt mitten im Steinkohlenrevier. Die Erwähnung als „luck“ erfolgte um 1470.  Nach dem Auffinden der ersten Steinkohle 1844 entwickelte sich Lugau rasant. Es entstanden vor allem 1856 und dann noch einmal 1870/72 eine Reihe von Schächten. Die Hoffnung auf Arbeit zog viele Menschen an, die Hoffnung auf Gewinn brachte das nötige Kapital in das Lugau-Oelsnitzer Kohlenrevier. Die Zahl der Einwohner von Lugau stieg von etwa 400 vor Beginn des Kohlebergbaus auf fast 8000 um die Jahrhundertwende. 1924 erhielt Lugau das Stadtrecht. Zu Beginn der 1970ziger Jahre wurde der Abbau im Lugau-Oelsnitzer Revier eingestellt. Zahlreiche Halden, die meist unter Denkmalschutz stehenden Reste der Schachtgebäude und weitere Sachzeugen werden auch in Zukunft an die 125-jährige Geschichte des Bergbaus in Lugau erinnern. Heute bietet die Stadt eine hohe Lebens- und Wohnqualität für Jung und Alt. Auf Grund der günstigen Lage bietet gute Bedingungen für Unternehmen und Gewerbe. Mit der Umgestaltung des ehemaligen Bahnhofsgeländes in die „Grüne Mitte“ der Stadt entsteht ein öffentlicher Freizeit- und Naherholungsbereich.

Der Geh- und Radweg ist auf den früheren Bahnanlagen des Steinkohlenbergbaus im Lugau - Oelsnitzer Revier entstanden. Nachdem im Jahr 1844 die 1. Kohle entdeckt wurde, entwickelten sich in den Folgejahren immer größere Bergbaubetriebe mit entsprechend größeren Fördermengen. Der Transport der Kohlemengen in die Industriezentren der Umgebung und vor allem nach Chemnitz war mit den zu dieser Zeit üblichen Pferdefuhrwerken nicht mehr zu leisten. So ist es der Initiative der Chemnitzer Industrie zu verdanken, dass es schon 1853 konkrete Pläne für die Eisenbahnstrecke Mittelbach- Ursprung - Kirchberg - Lugau gab. 1856 begannen die Bauarbeiten und am 15. November 1858 kam es zur Einweihung der Strecke Lugau - Wüstenbrand. Fortan rollten Jahr für Jahr die Güterzüge und später auch Personenzüge vom Lugauer Bahnhof in die Region. Nach der Einstellung der Kohleförderung 1970 fuhren Mitte der 1990-er Jahre die letzten Güterzüge.

Aus dieser Zeit stammen auch die ersten Ideen zur Nachnutzung dieser Strecke zu einem Radweg. Erste konkrete Planungen stammen aus dem Jahr 2008. Die Stadt Lugau hat in den Jahren 2012 und 2013 mit Hilfe der Förderung durch den Freistaat Sachsen diese 6 km lange, 2,50 m breite Asphaltpiste gebaut, welche nicht nur für Radfahrer sondern auch Spaziergänger, Inlineskater, Nordic Working u. v. m. nutzbar ist. 

Das alte Jägerhaus (gebaut 1728) gehört zu den ältesten Gebäuden in Lugau. Einst lag es mitten im Wald an einer Wegkreuzung. Später, nach der Bevölkerungsexplosion durch den Steinkohlenabbau mitten in der neuen Stadtmitte gegenüber dem Stadtcafe. Nun liegt es an der Kreuzung zweier verkehrsreicher Hauptverkehrsstraßen. Hinter dem Jägerhaus führte die Kohlenbahntrasse von den Schächten zum Bahnhof und dann in die Industriegebiete in Chemnitz. Hier soll nun der Radweg Richtung Oelsnitz verlängert werden.

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